Es erübrigt sich, Freddie Mercury vorzustellen.
Als Sänger der Band Queen, als Solist mit auch klassischen kreativen Musikausflügen, als Songwriter und akribischem „Herz“ der Band, dass für jeden Song eine Idee, eine Emotion, ein klares Bild „im Ohr“ hatte und dies intensiv im Studio und auf der Bühne umsetzte ist Mercury eine echte Musiklegende.
Einer, der aber auch sagte, dass die öffentliche Person, dieser „Matador der Bühne(n)“ der Musik und des Lebens das eine ist, der eher schüchterne, empfindsame Mensch und Mann dahinter aber das andere.
Und so ist es wunderbar, mit diesem qualitativ hervorragend umgesetzten, biographischem Werk ihm in seiner eigenen Schrift, seinen Gedanken, seinen hingeworfenen bis ausgearbeiteten Ideen, illustriert mit einer Vielzahl von Fotos und Zeichnungen für den Blick hinter die Kulissen, aber auch mit einem intensiven Erleben, wie aus Stichworten, auf irgendwelches Papier, was gerade zur Hand war, hingeworfen im Verlauf des Prozesses Welthits entstanden.
Entstanden aus der Idee Mary Austins, der Erbin seines Hauses, Freddies Sammlungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
2022 ging Mary Austin auf ihre Reise „voller Entdeckungen“ im Haus. Öffnete massenweise Kisten auf dem Dachboden und durch Zufall auch das Innere der Klavierbank im Haus. In der Freddie Mercury Kassetten mit ersten Melodien, aber auch Ordner mit Songtexten, Notizbücher, in dem er seine kreative Schaffensweise aufbewahrt hatte.
Und die nun einen Kern dieses Text- Bildbandes ausmachen.
Dynamit hoffen wir ein klares Bild davon zu vermitteln, wie viel Hingabe, Disziplin und mühevolle Arbeit es Freddie kostete, jeden einzelnen Song zum Leben zu erwecken“.
Ein Anliegen, welches das Werk voll und ganz erfüllt und Lesern und Leserinnen Freddie Mercury in ganz anderer, persönlicher, intimer, Weise innerlich nahekommen lässt.
Akkorde, Satzfetzen, teils wie hingeworfen, teils filigran verfasst.
Sei es die Entstehung von „Killer Queen“ und vielen anderen Songs, die mit Hinweisen für Soli, Sound, Abläufe immer mehr versehen werden, bis man spürt, wie der gesamte konkrete Song in Freddies Kopf und Herz schon vorhanden ist und nur noch „ins Leben“ will.
Mit, tatsächlich, auch wenn es eigentlich beim Blick auf das Werk schon logisch ist, einem nun minutiös vollziehbaren Weg der Entstehung und Umsetzung von „Bohemian Rhapsody“.
Ein Lied, zu komplex, um es live zu spielen. Um dann auch den künstlerischen Weg nachvollziehbar zu machen im Buch, wie sich das Dilemma der Komplexität und der zugleich Verweigerung der Band für ein „Playback“ bei Konzerten, gelöst wurde.
Mit ebenfalls Einblicken und Schritt für Schritt zu erlebenden Wegen in ein „Comeback“ mit „We are the champions“ und aus welchem Stichwort-Chaos dann „Get down, make love“ wunderbar sich gefügt hat. Und, und und…
Eine wunderbare, nicht nur Fans, sondern jedem Musikinteressierten zu empfehlende Lektüre.
M.Lehmann-Pape 2026


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