Muchlinksy, Den Horizont weiten, Gütersloher Verlagshaus

Frank Muchlinsky – Den Horizont weiten

Muchlinksy, Den Horizont weiten, Gütersloher Verlagshaus

Frank Muchlinsky – Den Horizont weiten

Sich auch mal „neben sich stellen können“, um den Weg neu zu sehen

Frank Muchlinsky – Den Horizont weiten
Sich auch mal „neben sich stellen können“, um den Weg neu zu sehen


Frank Muchlinsky zeigt in 52 „Auszeiten“ für das „ganz normale, alltägliche“ Leben und den ganz eigenen Weg im Leben auf:

Wie wichtig Reflexion und Besinnung sind.
Wie zentral s ist, immer wieder zu bedenken und zu spüren, wie der eigene Weg aktuell verläuft.
Und sich gewahr zu werden, dass jeder und jede auf diesen eigenen Weg Einfluß nehmen kann.

Das erinnert an die humorige Geschichte vom Holzfäller in Kanada, der tagein- tagaus Bäume schlägt. Und dies mit zunehmender Zeit mühsamer wird.
Der den Rat erhält: Mann, schärfe Deine Axt mal!
Und lapidar antwortet: „keine Zeit, ich muss Bäume fällen“.

Es ist eine Wahrheit des Lebens. Will man auf dem Weg bleiben. Will man sich nicht verlieren in all den alltäglichen vermeintlichen Wichtigkeiten und dem hohen Tempo der modernen Welt, dann braucht es das.

Den Schritt zur Seite. Regelmäßig.
Ist man gerade dabei, sich zu verirren? Zu verlieren? It man noch auf Kurs oder abgewichen? Ist all das Fordernde um einen herum drängend dringlich? Oder tatsächlich wichtig?

„Wenn Du es eilig hast, gehe langsam“ (damit Du nicht unbemerkt den falschen Weg langrennst oder weite Umwege gehst).

Immer auf der Basis biblischer Wahrheiten (die ja am Ende nichts anderes sind als konzentrierte „Grunderfahrungen der Menschheit“ über das Leben und das eigene Schicksal) geht der Autor dabei vor.

Und aktualisiert diese Grunderfahrungen für die moderne Welt und das eigene Leben von Lesern und Leserinnen.

Wenn richtig Neues gewagt und angegangen wird, dann lohnt zurückschauen in keiner Weise, sondern hindert nur den neuen Weg (Auftrag an Abraham).

Oder das eigene Ringen im eigenen Leben. Mit dem Wissen hier versehen, dass es kein einsames“ Ringen ist. Und dass sich eine Hand an die Hüfte legen eine integrative Form von Körpertherapie sein kann, die Mut gibt.

Oder dass es nicht nur erlaubt ist, sondern geradezu das Leben selbst die menschlichen Möglichkeiten fordert, ins Leben gesetzt haben, wie das Leben selbst das braucht:

„Machen wir unseren Rücken gerade und den Mund auf“.

Und das Glaube im Sinne von Vertrauen nichts Blindes oder besinnungslos nach vorne Stürzendes sein soll, nur weil Menschen gerade meinen, etwas erkannt zu haben.
Zuversicht und Zurückhaltung, aber stetiges „im Vertrauen bleiben“, lässt den Weg gelingen.
Natürlich ist dies ein christliches Buch. Und natürlich geht es vordergründig um christlichen Glauben und Vertrauen.

Aber da all die biblischen Geschichten existenzielle und reflektierte Erfahrungen von Menschen beinhalten, ist es eben auch ein ganz allgemeines „Lebens-Buch“ für jeden Alltag.

Rezensent: Michael Lehmann-Pape
Autor: Muchlinsky, F.
Titel: Den Horizont weiten
Verlag: Gütersloher Verlagshaus
ISBN: 9783579062921

M.Lehmann-Pape 2026 https://rezensionsseite.de/aktuelle-empfehlungen/

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert