Rene Anouk Tödliches De ja Vu Heyne Verlag

Rene Anour – Tödliches Deja-Vu

Rene Anouk Tödliches De ja Vu Heyne Verlag

Rene Anour – Tödliches Deja-Vu

Fesselnd zu lesen, kompetent im Thema und spannend 

Der dritte Fall der Abteilung „Obscur“ in Grasse hat es in sich.
Was Gefahren für die Ermittler selbst, für manche exotische Personen und für die Umwelt betrifft.

Wobei die Abteilung „Obscure“ der Polizei selbst schon ein Kunstwerk der Persönlichkeiten darstellt.
Campanard, der Chef, exotisch in Kleidung und Auftritt, durchsetzungsstark, aber auch einer, der ein Auto nicht mehr benutzten will. Und eigentlich nicht kann. Denn er hat ein dunkles Geheimnis.
Pierre Olivier, mit ganzer Person Polizist, aber geschlagen mit einer körperlichen Schwäche, die seine ganze Kraft kostet und die er tunlichst verbirgt.
Und Linda, hochkompetente Psychologin, die sich immer noch von einem traumatischen Erlebnis erholen muss.

Drei, die auf eine Frau treffen, die wie eine Einsiedlerin lebt. Die gewöhnungsbedürftig gekleidet ist. Die sich auf einem Feldzug gegen ein Unternehmen befindet, das Pflanzenschutzmittel herstellt. Ein Mittel, dass jeder haben will, denn der Lavendel ist bedroht!
Einer der wichtigsten Rohstoffe der Region.
Und das Mittel gegen Zikaden ist doch bestens erprobt. Oder?

Monique Gaillard, die exotische Frau, meint, es besser zu wissen.
Sie, die Ihr Leben den Bienen gewidmet hat, behauptet steif und fest, dass jene Firma ein Mittel unter die Leute bringt, dass Bienen töten, ausrotten wird.
Was keiner ihr glaubt.
Vor allem nicht, als ihre eigenen Bienenvölker über sie herfallen.

Hinter all dem steckt aber mehr. Und das Ermittlertrio wird, an verschiedenen Orten, den Dingen verdeckt auf den Grund gehen. Und sich damit, mehr und mehr, persönlich in höchste Gefahr bringen.

Was Anour mit der nötigen Portion Ernst, aber auch Humor im zwischen menschlichen flüssig und mit Tempo erzählt.
Und, wie nebenbei und dennoch einprägsam die einzigartige Landschaft der Provence, die Düfte von Grasse und wissenswertes über Bienen mit vermittelt, wie ebenso das Gefühlsleben seiner Personen wunderbar empathisch sich mit dem Fall verbinden wird.

Wobei, gerade im Finale des Romans, Action und Tote nicht zu kurz kommen werden.

Ein echtes Lesevergnügen.

Rezensent: Michael Lehmann-Pape
Autor: Anour, R.
Titel: Deja-Vu
Verlag: Heyne 2026
ISBN: 9783453443853

M.https://rezensionsseite.de/Lehmann-Pape 2026

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